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Anstieg Der Hinrichtungen in Iranischen Gefängnissen

In den letzten Tagen haben die iranischen Behörden mehrere Gefangene in verschiedenen Gefängnissen im ganzen Land hingerichtet, was einen deutlichen Anstieg des Einsatzes der Todesstrafe markiert. Berichten zufolge wurden zwischen dem 28. und dem 31. Oktober 2024 mindestens 14 Personen in Gefängnissen in Ahvaz, Karaj und Esfahan hingerichtet.

Hinrichtung im Sepidar-Gefängnis, Ahvaz

Am Morgen des Dienstags, dem 29. Oktober 2024, wurde der 36-jährige Sardar Safarpour (auch bekannt als Habibi) im Sepidar-Gefängnis in Ahvaz hingerichtet. Safarpour, ein Einwohner von Ahvaz, war im Vorjahr wegen Mordes festgenommen und anschließend zum Tode verurteilt worden.

Hinrichtungen im Zentralgefängnis von Karaj

In den frühen Morgenstunden des 29. Oktober 2024 wurden fünf Gefangene im Zentralgefängnis von Karaj hingerichtet. Unter den Hingerichteten befanden sich Mohammad Nedaei und Akbar Khorram-Taj, die wegen Drogendelikten verurteilt worden waren. Die Identitäten der übrigen drei in Karaj hingerichteten Gefangenen wurden als Akbar Akhair, Akbar Khalili und Ali Karami bestätigt.

Weitere Hinrichtungen im Ghezel-Hesar-Gefängnis und im Gefängnis von Jiroft

Am Mittwoch, dem 30. Oktober 2024, wurden fünf weitere Gefangene im Ghezel-Hesar-Gefängnis in Karaj und im Gefängnis von Jiroft hingerichtet. Zu den Hingerichteten im Ghezel-Hesar-Gefängnis gehörten Mostafa Gholamzadeh, Mohammad Jalali, Saman Anbari und ein afghanischer Staatsangehöriger namens Abdullah Tajik. Gholamzadeh und Tajik waren wegen Drogendelikten verurteilt worden, während Jalali und Anbari wegen ihrer Beteiligung an bewaffnetem Raub unter Anklage des „Moharebeh“ (Feindschaft gegen Gott) standen.

Der im Gefängnis von Jiroft hingerichtete Gefangene, identifiziert als Ahmad Salari, war vor zehn Jahren wegen Mordes festgenommen und nach seiner Verurteilung zum Tode verurteilt worden.

Hinrichtung im Gefängnis von Esfahan

Am Montag, dem 28. Oktober 2024, fand eine weitere Hinrichtung im Gefängnis von Esfahan statt. Der Hingerichtete, Hassan Saberi, war fünf Jahre zuvor wegen Drogendelikten festgenommen und anschließend zum Tode verurteilt worden.

Einige Beobachter glauben, dass das iranische Regime den jüngsten Anstieg der Hinrichtungen als Mittel einsetzt, um Angst zu schüren und öffentlichen Widerspruch abzuschrecken. Laut diesen Analysten könnten die Behörden versuchen, potenzielle Proteste zu unterdrücken und anti-regimekritische Aktivitäten zu entmutigen, indem sie eine verstärkte Bereitschaft zu harten Strafen demonstrieren. Diese Taktik ziele darauf ab, die Kontrolle zu festigen und jegliche Bewegungen einzudämmen, die die Autorität des Regimes in Frage stellen, insbesondere angesichts der zunehmenden sozialen und wirtschaftlichen Unzufriedenheit

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