Am Samstag, den 17. August, fand in der Nähe von Paris eine Konferenz anlässlich des Jahrestages des Massakers an politischen Gefangenen im Iran im Jahr 1988 statt. Bei dieser Veranstaltung kamen prominente Persönlichkeiten aus Deutschland und Europa sowie Vertreter iranischer Gemeinschaften zusammen, um über die Bedeutung des Massakers und den fortwährenden Kampf für Gerechtigkeit und Menschenrechte im Iran zu sprechen.
Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), sowie Professorin Rita Süssmuth, ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestages. Frau Rajavi eröffnete die Konferenz mit einer Würdigung von Professorin Süssmuths unerschütterlicher Unterstützung des iranischen Widerstandes. Sie betonte, dass Süssmuth während des Massakers von 1988 eine der wenigen internationalen Stimmen war, die das iranische Regime für seine Gräueltaten verurteilte. Rajavi ging auch auf den Bericht des UN-Sonderberichterstatters Javaid Rehman ein, der das Massaker als „Völkermord“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ einstufte, und forderte eine unabhängige Untersuchung dieser Verbrechen.
In ihrer Rede erinnerte Professorin Süssmuth an die Bedeutung des Gedenkens an die Opfer des Massakers von 1988, bei dem mehr als 30.000 politische Gefangene, überwiegend Mitglieder der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI), hingerichtet wurden. Sie hob die wichtige Rolle der Frauen im Widerstand hervor und betonte deren unerschütterliche Entschlossenheit im Kampf für Freiheit und Demokratie.
Conference Commemorating the Anniversary of the #1988Massacre of Political Prisoners, with the Presence of Ms. Rita Süssmuth and Distinguished European Figures
False Accusations against the Resistance Movement Fulfill the Clerics' Agenda pic.twitter.com/wXFRPnwQmE— Maryam Rajavi (@Maryam_Rajavi) August 17, 2024
Professor Christoph Degenhart, renommierter Rechtswissenschaftler, unterstrich die Bedeutung der Bekämpfung von Desinformationen gegen den iranischen Widerstand und lobte die Entscheidung, die PMOI von den Überwachungslisten des deutschen Geheimdienstes zu streichen. Auch die niederländische Europaabgeordnete Dorien Rookmaker forderte die westlichen Politiker auf, die Menschenrechtsverletzungen des iranischen Regimes öffentlich anzuprangern und nicht weiter eine Beschwichtigungspolitik zu betreiben.
Marion Böker, ehemalige Präsidentin der International Alliance of Women, betonte in ihrer Rede die Schlüsselrolle der Frauen im iranischen Widerstand und lobte Professorin Süssmuth für ihr Engagement für Frauenrechte weltweit. Auch Helmut Geuking, ehemaliger deutscher Europaabgeordneter, kritisierte die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem iranischen Regime und forderte ein entschlosseneres Vorgehen der europäischen Politik gegenüber den Menschenrechtsverletzungen im Iran.
Die Konferenz diente als ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Massakers und als Mahnung, den Kampf für Gerechtigkeit und Menschenrechte fortzusetzen.

