Alliance for Public Awareness

 Entschlüsselung der komplexen Beziehung zwischen Hamas und Iran im Jahr 2023

Entschlüsselung der komplizierten Beziehung zwischen Hamas und Iran im Jahr 2023 inmitten eskalierender Spannungen im Nahen Osten

Historische Bindungen zwischen Hamas und Iran

Der jüngste und überraschende Angriff der Hamas auf Israel hat diese militante Organisation und ihre Unterstützer, insbesondere die Islamische Republik Iran, in den globalen Fokus gerückt.

Im stets volatil bleibenden Nahen Osten hat die Verbindung zwischen Iran und Hamas eine tief verwurzelte historische Grundlage, die die geopolitische Landschaft der Region erheblich beeinflusst hat.

Das Engagement der Islamischen Republik für die Palästinenser

Die Allianz zwischen der Islamischen Republik und der Hamas festigte sich nach der stillschweigenden Anerkennung Israels durch die Palästinensische Befreiungsorganisation im Jahr 1988. Daraufhin etablierte die Hamas ein Büro in Teheran und alignierte sich mit der Islamischen Republik im Kontext der „islamischen Dimension der palästinensischen Sache“.

Die palästinensische Sache war ein Eckpfeiler für die Islamische Republik, wobei sich iranische Führer als Verfechter der palästinensischen Rechte positionierten.

Iranische militärische Unterstützung für palästinensische Organisationen

Beamte der Islamischen Republik Iran rechtfertigen ihre Unterstützung für Milizengruppen in der Region mit der „Verfassung der Islamischen Republik“, die zur Förderung der Revolution sowohl innerhalb als auch außerhalb der Landesgrenzen durch den Aufbau von Beziehungen zu anderen islamischen Bewegungen aufruft. Infolgedessen hat Iran konsequent finanzielle und militärische Hilfe an die Hamas und die Islamische Dschihad-Organisation geleistet.

Der finanzielle Aspekt

Während die Einzelheiten der iranischen Waffenhilfe an die Hamas unbekannt bleiben, hat der oberste Führer Khamenei öffentlich das Engagement seiner Regierung bekräftigt, jede Gruppe oder Einzelperson zu unterstützen, die sich gegen Israel richtet. Der ehemalige IRGC-Kommandeur Mohammad Ali Jafari nannte die Übertragung der Technologie zur Herstellung von Fajr-5-Raketen in den Gazastreifen im Jahr 2011 als Beispiel für Irans militärische Unterstützung.

Zudem sind die Details der finanziellen Hilfe etwas klarer. Im Januar 2019 bestätigte der hochrangige Hamas-Funktionär Mahmoud al-Zahar die Unterstützung durch Qassem Soleimani und enthüllte, dass ihre Gruppe auf Soleimanis Anordnung hin 22 Millionen Dollar in bar bei einem Besuch in Teheran erhalten hatte. Logistische Einschränkungen begrenzten jedoch die Menge, die sie mitnehmen konnten.

Eskaliert und laufender Konflikt

Am 9. Oktober 2023 berichtete die New York Times über anhaltende Feindseligkeiten zwischen israelischen Streitkräften und der Hamas im Gazastreifen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten über 1.200 israelische Bürger bei Angriffen der Hamas ihr Leben verloren. Auch unter den Grenzpolizisten und Spezialkommandos wurden Opfer identifiziert. Reuters berichtete, dass die Qassam-Brigaden, die mit der Hamas verbunden sind, ihre Präsenz in israelischen Siedlungen verstärkt und Tausende von Raketen auf Israel abgefeuert hatten. Im Gazastreifen hatten israelische Luftangriffe über 1.200 Gebäude zerstört und mehr als 120.000 Palästinenser vertrieben, wobei das palästinensische Gesundheitsministerium mindestens 900 Todesopfer und Tausende von Verletzten meldete.

Als Reaktion auf die Situation wies der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas die zuständigen Behörden an, sofortige Hilfe zur Linderung des Leidens der Menschen im Gazastreifen zu leisten.

Die offizielle Website des obersten Führers Khamenei setzte ihre anti-israelischen Botschaften fort und behauptete, dass Israel eine Terrorbasis gegen Palästinenser und andere muslimische Nationen sei. Khamenei äußerte Vertrauen, dass der Niedergang des zionistischen Regimes begonnen habe, und warnte vor einer Normalisierung mit Israel, die er mit dem Wetten auf ein verlorenes Pferd verglich. Er prognostizierte die letztendliche Auslöschung des „usurpierenden Regimes“ durch die Bemühungen des palästinensischen Volkes und der Widerstandskräfte.

Die französischsprachige Zeitung Lorient Lejour berichtete, dass der Angriff der Hamas auf Israel in Abstimmung mit der Hisbollah und dem iranischen Regime erfolgt sei, was als Teherans Botschaft an Riad interpretiert wurde, dass der Frieden mit Israel erhebliche Kosten mit sich bringe.

In Washington sprach US-Präsident Joe Biden am 15. Oktober 2023 über den Konflikt und kommunizierte mit dem israelischen Ministerpräsidenten, dem König von Jordanien, Mitgliedern des US-Kongresses und wies amerikanische Beamte an, mit regionalen Führern in Kontakt zu treten. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump kritisierte am selben Tag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa die Freigabe von 6 Milliarden Dollar an das iranische Regime und bezeichnete dies als „vollständige Katastrophe“. Der ehemalige Vizepräsident Mike Pence äußerte am 15. Oktober 2023 ähnliche Bedenken und behauptete, dass die Freigabe von 6 Milliarden Dollar eine Konsequenz der vermeintlichen Schwäche und Appeasement-Politik des US-Präsidenten gegenüber dem iranischen Regime sei.

Fazit

Der jüngste Angriff der Hamas auf Israel und die darauf folgenden Eskalationen unterstreichen die komplexen Dynamiken zwischen Iran und Hamas sowie den breiteren Konflikt im Nahen Osten. Das Verständnis der historischen Bindungen, ideologischen Motivationen und der konkreten Unterstützung, die Iran bereitstellt, ist entscheidend für das Verständnis der laufenden Unruhen in der Region.

Mit der weiteren Entwicklung der Situation werden die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft und diplomatische Bemühungen eine entscheidende Rolle bei der Minderung der verheerenden Folgen des Konflikts spielen. Die Zukunft des Nahen Ostens steht auf der Kippe, und die Welt verfolgt mit gespannter Aufmerksamkeit, wie sich die Ereignisse in dieser explosiven Region weiter entfalten.

Die mobile Version verlassen